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Zwischen zwei Welten

Aktualisiert: 4. Mai

Mut oder Angst, was steht an?


Eigentlich war alles in Ordnung.


Zumindest habe ich mir das lange gesagt.

Immer wieder.


Bis ich gemerkt habe:

Es stimmt nicht.


Da war dieses Gefühl,

dass etwas nicht mehr passt.

Nicht laut.

Aber klar.


Und gleichzeitig war da die Angst.


In mir liefen zwei Stimmen.


Die eine sagte:

Sag, was Du denkst.

Sei ehrlich.

Das bist nicht mehr Du.


Die andere sagte:

Lass es.

Das kannst Du nicht machen.

Denk an die Konsequenzen.


Mut oder Angst.

Authentizität oder Zugehörigkeit.


Ich wollte lange beides.

Ich wollte ich selbst sein

– und gleichzeitig dazugehören.


In meinem damaligen Umfeld war das leider nicht möglich.

Und irgendwann funktionierte es nicht mehr.


Ich habe angefangen, Dinge zu hinterfragen.


Entscheidungen.

Strukturen.

Führung.


Nicht, um zu stören.

Sondern, weil es für mich keinen Sinn mehr gemacht hat.


Im Außen war vieles „gut“.

Im Innen wurde es eng.


Ich habe funktioniert.

Mich angepasst.

Mich zurückgenommen.


Und irgendwann gemerkt:

Ich verliere mich.


Das Schwierige ist nicht,

zu erkennen, dass etwas nicht mehr passt.


Das Schwierige ist,

zu gehen.


Weil da diese Fragen sind:


Was kommt danach?

Was, wenn ich mich irre?

Was, wenn ich nicht mehr dazugehöre?


Diese Angst ist real.

Ich kenne sie.


Und trotzdem gibt es diesen Punkt,

an dem Du spürst:


Ich kann nicht mehr zurück.


Ich bin diesen Schritt gegangen.


Nicht, weil ich keine Angst hatte.

Sondern, weil es sich nicht mehr stimmig angefühlt hat, zu bleiben.


Heute weiß ich:

Es geht nicht darum,

keine Angst zu haben.


Sondern darum,

Dich trotzdem nicht zu verlassen.


Vielleicht kennst Du dieses Gefühl.


Zwischen zwei Welten zu stehen.


Dann lohnt es sich, hinzuschauen.


Nicht im Außen.


Sondern bei Dir.


Herzlich,

Denise

 
 
 

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